• Schwanenbestände sanft regulieren24. April 2015

    272 Personen (115 Kanton Nidwalden/157 übrige Schweiz und Ausland) wollen verhindern, dass Schwäne abgeschossen werden. Vielmehr soll der Bestand über die Brutpflege reguliert werden. Damit unterstützen die Online-Unterzeichner des Komitees «Lasst die Schwäne leben!» die Nidwaldner Regierung. Die digitalen Unterschriften wurden unlängst symbolisch der Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser und Fabian Bieri, Leiter Fachstelle Jagd und Fischerei des Kantons Nidwalden, übergeben.

    Der Einsatz also hat sich gelohnt. Der Bund hat Einsicht gezeigt, dass trotz gesamtschweizerischem Schutz des Schwans den Kantonen situativ Lockerungen erlaubt werden müssen. Das Bundesamt für Umwelt hat den Kantonen Nidwalden und Obwalden die Bewilligung erteilt, den Schwanenbestand durch gezielte Eingriffe in die Brut zu regulieren. Die Bewilligung ist vorerst auf fünf Jahre befristet, dann soll die Situation neu beurteilt werden. Bevor jedoch Massnahmen vorgenommen werden dürfen, muss die Einsprachefrist von 20 Tagen ab dem Publikationsdatum im Amtsblatt des Kantons Nidwalden abgewartet werden (29. April 2015).

    Um der Lösung Nachhalt zu verleihen, wird eine Motion auf Bundesebene eingereicht. Ziel ist es, eine nationale Lösung zu erreichen. Das Parlament soll sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie der Status des Schwans, der seit 1986 eine nach eidgenössischem Jagdgesetz geschützte Wildtierart ist, verändert werden kann, damit die Kantone bei nachweisbaren Schäden mehr Spielraum zur Bestandesregulation ohne Abschüsse haben.

    V.l.: Fabian Bieri, Leiter Fachstelle Jagd und Fischerei Kanton Nidwalden; Regierungsrätin Karin Kayser und Nina Joho, Komitee «Lasst die Schwäne leben!» bei der Übergabe der Unterschriften.

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  • Keine falschen Sch(l)üsse18. Dezember 2014

    Abschüsse sind völlig wirkungslos

    Man hat bereits an anderen Orten versucht, Schwäne durch gezielte Abschüsse zu vertreiben, so beispielsweise am Bodensee. Es hat absolut nichts gebracht. Die Wirkung war gleich null. In Nidwalden sind inzwischen drei Schwäne getötet worden. Die anderen Tiere liessen sich dadurch nicht beeindrucken und sind wieder da. Eine wirkungslose Aktion also.

    Problem ist von Menschen verursacht

    Weshalb sind derzeit so viele Schwäne so weit vom See entfernt anzutreffen? Weil ihr Lebensraum immer mehr eingeschränkt wird. Ein neu gebautes Wassersportzentrum und eine grosszügig erweiterte Hafenanlage in Buochs und Ennetbürgen beispielsweise nahmen den Vögeln ihren angestammten Platz. Sie müssen wohl oder übel vermehrt ins Landesinnere ausweichen. Das Problem wurde von Menschen geschaffen. Bestraft werden die Tiere.

    Weshalb steigt die Zahl der Schwäne? Schwäne ernähren sich von Seegras und Kleinstlebewesen. Dieses Nahrungsangebot steuert die Population. Werden die Schwäne zusätzlich von Menschen mit Brot gefüttert, können sie sich über Gebühr vermehren. Auch dieses Problem wird von Menschen verursacht. Leidtragende sind die Tiere.

    Wir verlangen, dass das Töten gestoppt wird. Die Schwanenpopulation soll über die Brutpflege reguliert werden. Das schlägt auch der Schweizerische Tierschutz vor. Das Bundesamt für Umwelt muss sich bewegen und die Möglichkeit des Eierstechens zulassen.

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    Schwanenschutz Komitee e.V. am 23.04.2015 20:39

    Die Lebenssituation der Wasservögel in der heutigen Zeit, ist durch menschliche Eingriffe in die Natur, für die Tiere sehr erschwert. Gewässer sind nährstoffarm aufgearbeitet, sodass kaum noch Wasserpflanzen wachsen. Uferbestände sind begradigt u. betoniert. Wiesen u. Felder sind eingezäunt. Künstliche Wasserstanderhöhungen. Flüsse sind zum Kanal gemacht. Überall an den Gewässern sind Nutzergruppen okkupiert. Diese Auflistung, dokumentiert nur einen kleinen Teil, der Einschnitte in den Lebensraum der Wasservögel. Für die Tiere bedeuten diese Eingriffe in ihren Lebensraum, weniger Nahrung, weniger Brutplätze, weniger Rückzugsgebiete. Die Schwäne die zum Weiden auf Wiesen gehen, haben HUNGER www.schwanenschutz-komitee.de

    Röthlin am 09.01.2015 16:24

    Geben wir unseren Schwänen ihre angestammten Uferplätze/Zonen zurück. So wäre das Problem gelöst und das Abschiessen stünde nicht zur Debatte. Eine einfache Sache, nicht?!!

    Winistörfer Magi am 09.01.2015 14:55

    Es darf nicht sein, dass Schwäne abgeschossen werden. Eine Brutpflege ist also angesagt und nötig. Dass die Population der Schwäne nicht so weiter gehen darf, verstehen auch Tierschützer. Klar ist, dass das Eierstechen ein enormer Aufwand ist und das Abschiessen der Schwäne sehr viel einfacher und sehr schnell. Also müssen wir uns einsetzen, dass das Eierstechen wirklich umgesetzt wird, damit die wunderschönen, königlichen Tiere uns noch lange beglücken.
    Eines muss auch noch gesagt sein: Letztes Jahr sprach Frau RR Kayser von 40-50 Schwänen auf den Wiesen beim Flugfeld.
    Das stimmt absolut nicht, ich habe dies auch bei einem von mir verfassten Schreiben bei der Luzerner Zeitung kund getan. Vor dem Abschuss habe ich die Schwäne jeden Tag gezählt, jetzt nur noch alle 3-4 Tage. Es sind auf den Wiesen beim Flugfeld, und ich habe einen guten Überblick von der Wohnhanglage, 26 Altschwäne und 4 Jungschwäne.
    Halten wir Sorge zu diesen Tieren, sie sind SCHÜTZENSWERT.

    Heidi Musfeld am 09.01.2015 11:09

    Die Brutpflege hätte schon lange erfolgen sollen. Ohne Spektakel wären diese Eingriffe, wie bei der Taubenplage, vorgenommen worden. Die Entscheidung des Abschiessens ist wirklich nicht nachvollziehbar und die Frage sei erlaubt, welche Fachleute solche Falschentscheidungen treffen und auch noch ausführen lassen dürfen. Jeder Laie hätte eine humanere Lösung vorgeschlagen.

    Odermatt am 09.01.2015 09:01

    Ich finde es gut, dass es in der heutigen Zeit Komitees gibt, die sich für das Tier einsetzen. In der heutigen Zeit breiten wir uns Menschen immer mehr aus und das Tier muss sich immer mehr zurückziehen. Siehe Bären und Wölfe. Nun kommt ein Tier in die Schlagzeilen, welches wir täglich am See sehen. Es ist einfach die Tiere abzuschliessen. Wäre es nicht besser wenn sich Politik und Bund Gedanken dazu machen würden, wie man das Gesetz ändern kann. Hier wäre es wirklich wichtig, wenn wir die Fortpflanzung regulieren könnten und nicht bereits Tiere, die geboren sind, abschiessen. Danke für eure Arbeit und euren Einsatz, finde ich ganz toll.

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